WAS MACHT ZART UND ZÄH

Zur Zeit arbeiten Ueli Bichsel und Anna Frey an dem neuen Stück "Gstört"

Vergangene Arbeiten des Theatervereins "Zart und Zäh" finden sie weiter unten.

GSTÖRT

Wieso gehen wir überhaupt in die Welt hinaus und lassen uns nicht einfach mit allem was wir brauchen vom überschaubaren Zuhause aus beliefern?

Obwohl die beiden Protagonisten dieses Abends eigentlich ein ungestörtes Dasein fristen wollen, in einer Karton-Welt,  in der ihnen alle Möglichkeiten wortwörtlich zu Füssen liegen, ohne dass sie eine ergreifen müssten, scheinen sie sich damit nicht zufrieden geben zu können. Immer wieder zieht es sie nach draussen, suchen sie die Konfrontation mit einem Gegenüber, selbst wenn, oder gerade weil, sie dadurch in ihren fest gefahrenen Ansichten gestört zu werden drohen. 

Mit Komik, Poesie und dem Hang zur Absurdität widmen sich Frey und Bichsel den kleinen und grossen Störungen des Lebens und stellen die Frage danach, wer wir überhaupt sind ohne ein Gegenüber, das anders ist als wir selbst.

Die beiden verbinden auf humorvolle Art und Weise alltäglich Konkretes mit poetisch Absurdem.

Für ihr neustes Stück haben sich Ueli Bichsel und Anna Frey nicht nur die künstlerische Leitung geteilt, sondern stehen auch zum ersten Mal in einem abendfüllenden Programm gemeinsam auf der Bühne.

 

Von und mit: Ueli Bichsel & Anna Frey   

Bühne: Ueli Bichsel

Kostüme: Anna Frey & Ueli Bichsel     

Oeil extérieur: Maxi Schmitz  

Licht: Gioia Scanzi  

Musik: Flo Stoffner  

Agentur: Kultagentur/Babs Stehli & Barbara Rosenbaum

Unterstützt durch die Fachstelle Kultur Kanton Zürich, die Schweizerische Interpretenstiftung, die Ernst Göhner Stiftung und Migros Kulturprozent sowie in mehrerlei Hinsicht durch geschätzte Freunde. 

Zu Anna Frey und Ueli Bichsel:

Eine Produktion des Theatervereins zart und zäh: www.zartunzaeh.com

Unterstützt durch die Fachstelle Kultur Kanton Zürich, die Ernst Göhner Stiftung, Migros Kulturprozent, die Schweizerische Interpretenstiftung sowie in mehrerlei Hinsicht durch geschätzte Freunde.

                 

 

                 Hochaufgelöste Bilder von Maxi Schmitz hier.

CUB!: "Der Club ohne L"

Live und exklusiv im Helsinkiklub in Zürich

Im vergangenen Winter haben Anna Frey und Ueli Bichsel bereits drei Try-Outs an drei Sonntagen im Helsinkiklub auf die Bühnenbretter gebracht.

Entstanden ist dabei das Konzept einer skurrilen Diskussionsrunde, in welcher jedes mal ein neues Thema debattiert wurde. Teil der Show war, dass alle geladenen Gäste sowie die Moderation von Frey und Bichsel dargestellt wurden. Aus Spargründen, wie sie damals selbst erklärten. Dabei näherten sich Frey und Bichsel aus verschiedenen Perspektiven den jeweiligen Themen an und schafften es unterhaltsam und lustig zu sein, sich gleichzeitig aber auch fundiert und kritisch mit aktuellen gesellschaftspolitischen und philosophischen Fragen auseinander zu setzen.

Nun nehmen sie dieses Grund-Konzept noch ein mal auf, jedoch mit der Absicht, dieses zu erweitern und ihre Recherche zu vertiefen.

Die bisherigen Stammgäste der Show bleiben dem Publikum aber grösstenteils erhalten, so zum Beispiel Evi Blumenthal, eine ehemalige Postbotin die sich selbständig gemacht hat. Was in ihrem Fall bedeutet, dass sie seither alle Briefe selber schreibt um sie anschliessend an Leute zu verteilen die sie gar nicht wollen. Um nur eine der zur Debatte geladenen Figuren zu nennen.

Frey und Bichsel haben sich zum Ziel gesetzt, auf jegliche Sicherheitsnetze zu verzichten, das Risiko des Scheiterns nicht zu fürchten und dem Publikum eine einmalige halbe Stunde zu präsentieren, aus welcher dann erfahrungsgemäss doch meist 45 Minuten werden. Danach darf zum „Trio from hell“ getanzt werden.

Frey, die Rapperin,Theaterregisseurin und Performerin ist und ihr Vater Bichsel, der weit bekannte Schauspieler und Regisseur, arbeiteten schon zusammen als Frey noch kaum laufen konnte. Damals- im legendären „Zirkus Theater Federlos“- standen sie gemeinsam in der Manege. Über die Jahre verdichtete sich ihre Zusammenarbeit immer mehr.

2012 debutierten die Beiden als Performance-Duo am Zürcher Theater Spektakel mit dem Projekt „B&F Discount“, was vielen in guter Erinnerung geblieben ist.

Vier Jahre später, führte Anna Frey erstmals Regie für das Stück „Nichtsnutz“ von und mit Ueli Bichsel und Silvana Gargiulo. 

2017 feierte „Selber schuld“ im Fabrik Theater Premiere. Ein Abend nach dem Konzept und unter der Regie von Anna Frey. Ueli Bichsel spielte sich darin an der Seite von der Deutschen Schauspielerin Anne Wiese um Kopf und Kragen. Zur Zeit führen Anna Frey und Ueli Bichsel gerade gemeinsam Regie für Nina Dimitri und Silvana Gargiulo.

Und nun stehen sie also wieder zusammen auf der Bühne des Helsinkiklub. Vater und Tochter: Beide spielen, beide führen Regie. Flo Stoffner- sonst bekannt als virtuoser Improvisator an der E-Gitarre- wird auch dieses mal als Faktotum im Hintergrund zugegen sein und die Show musikalisch unterstützen. Das Publikum darf gespannt sein. 

SELBER SCHULD

Ein alter Schauspieler kämpft in einer modernen Zirkusmanege um die Gunst des Publikums. Ganz so, als hinge seine Altersvorsorge davon ab, wie laut der Applaus ausfällt. Doch die nächste Generation rückt ihm schon auf den Leib: Eine junge Frau betritt die Szenerie. Mit ihr muss er das Rampenlicht teilen. Und sie denkt gar nicht daran, sich seinen Ideen unterzuordnen. – Selber schuld ist das Konzeptdebut der Zürcher Rapperin und Regisseurin Anna Frey. Mit ihren langjährigen Weggefährten Ueli Bichsel und Anne Wiese, brutaler Komik und kritischem Spürsinn trägt sie eine Fragestellung auf die Bühne, die uns alle immer wieder umtreibt: Wie weit gehen wir im Kampf um einen Platz in der Manege des Lebens?

SELBER SCHULD feierte am  18. März 2017 Premiere im schönen Fabriktheater.

Eine Koproduktion von ZART&ZÄH und dem Fabriktheater der Roten Fabrik Zürich

mit Ueli Bichsel und Anne Wiese
Anna Frey, Regie, Konzept

Flo Stoffner, Musik

Gwendolyn Jenkins, Kostüm

Nina Langosch, Lichtkonzept

Michel Schaltenbrand, Bühne

Lisa Nolte, Produktionsleitung

Grafik und Illustration, Maya Malfatti

Koproduktion Fabritktheater Rote Fabrik Zürich

Selber schuld wird ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von Stadt Zürich, Kanton Zürich, Fondation Nestlé pour l'Art, Ernst Göhner Stiftung, GGKZ Gemeinnützige Gesellschaft der Kantons Zürich, Migros Kulturprozent und SIS Schweizerische Interpretenstiftung.